Erste Glocken von St. Michael
Über Glocken der Pfarrkirche St. Michael wird erst spät berichtet. Das Glöckneramt oblag dem Küster oder Offermann, wie man ihn damals nannte. Außerdem hatten der Fronhof, der Probsthof und der Bredershof beim Nahen eines Gewitters einen Mann zum Wetterläuten zu stellen. Diese Sitte war noch bis in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in Übung.
Bei dem Brand im Jahr 1689 - Überfall der Franzosen - schmolzen die Glocken bei der glühenden Hitze. 1690 wurden auf dem Kleefelde neue Glocken gegossen. Vor dem Umguss im Jahre 1873 besaß die Kirche St. Michael drei Glocken.
Die erste, aus dem Jahre 1771, 558 Pfund schwer mit der Inschrift (aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt wie auch alle folgenden)-
Heiliger Michael, wackerer Führer 1771
Für unsere Kirche flehe, ich bitte dich, zu Gott 1771
Ich geleite die Verstorbenen, lade die Lebenden ein,
Vertreibe die Blitze (Wetterleuchten), ich verkünde die Zeit,
Ich läute das Ave.
Johannes Ed. Franz Lambert Fuchs in Cöllen gossen mich 1771.
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Ich war gebrochen und bin zu Ehren Mariä
Antonii, Sebastiani auf neu gegossen 1716 I. P.
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Gegossen von Georg Klaren zu Sieglar.
Unter dem Bürgermeister von Weise 1829.
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Wenn Michael ruft, kommt freudig, fromme Christen 1873,
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Sei gegrüßt hl. Josef, Sohn Davids
Beschützer der Mutter Gottes 1873,
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Maria und unsere heiligen Patrone Antonius und Sebastianus
mögen Verteidiger unserer Kirche sein 1873.
Weitere Informationen dazu sind in diesem Pfarrbrief aus dem Jahr 1983 zu finden:
Artikel "Glocken" im virtuellen Brückenhofmuseum